Der Plan war eine Marke, die den Fußballprofi-Lifestyle in die Modeszene einführt. Doch nun steht die Firma des Ex-Nationalspielers vor der Insolvenz.
Amsterdam – Demy de Zeeuw, einst ein gefeierter niederländischer Nationalspieler, hat nach seiner aktiven Karriere den Sprung in die Geschäftswelt gewagt. Doch sein Traum von der eigenen Modemarke namens „BALR.“ scheint jäh zu platzen. Der niederländischen Zeitung Algemeen Dagblad zufolge hat die Firma des 42-Jährigen Insolvenz angemeldet.
Demy de Zeeuw gründete „BALR.“ nach seiner Fußball-Karriere
Bekannt für seine Zeit bei Vereinen wie Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar, spielte de Zeeuw insgesamt 27 Mal für die niederländische Nationalmannschaft und erreichte 2010 mit der Oranje sogar das WM-Finale. Bei der Endspielniederlage gegen Spanien stand de Zeeuw jedoch nicht auf dem Platz, da er sich im Halbfinale gegen Uruguay einen Kieferbruch zuzog. Nach seinem Rückzug vom Profifußball im Jahr 2015 richtete er seinen Fokus auf die Modebranche und gründete 2013 gemeinsam mit Juul Manders und Ralph de Geus die Luxusmarke „BALR.“.

Mit „BALR.“ wollte de Zeeuw den Glamour und den Lifestyle von Profifußballern in die Modewelt übertragen. Die Marke bot eine breite Palette von Produkten an – von Kleidung und Schuhen bis hin zu Parfums und sogar exklusive Fahrräder. Die Produkte waren dabei stark an den Vorlieben und dem Lebensstil von Spitzensportlern orientiert und sollten das Gefühl von Erfolg und Luxus vermitteln.
Insolvenz nach über einem Jahrzehnt: „BALR.“ vor dem Aus
Nach mehr als zehn Jahren musste „BALR.“ nun wohl Insolvenz anmelden. Der einstige Erfolg der Marke schien zuletzt zu stagnieren, und der Konkurrenzdruck im Luxusmode- und Lifestyle-Segment machte dem Unternehmen zu schaffen. Die Zukunft der rund 45 Mitarbeitenden ist derzeit ungewiss, da die Verantwortung nun beim Insolvenzverwalter liegt.

Trotz der finanziellen Schwierigkeiten betreibt „BALR.“ weiterhin zwei Läden – einen in Roosendaal, Niederlande, und einen in Maasmechelen, Belgien – sowie einen Onlineshop. Diese Standorte sind jedoch Teil der laufenden Insolvenzabwicklung, und es bleibt abzuwarten, wie die Zukunft der Marke aussehen wird. (hbr)