
Was mich während meiner vierwöchigen Alkoholabstinenz jedoch mehr gestört hat, waren die sozialen Faktoren. Zwar treffe ich mich mit meinen Freundinnen oder Freunden nicht zum bewussten Trinken, doch so ein geselliger Abend in einer Bar ist durchaus mit viel Spaß und einer ausgelassenen Stimmung verbunden. Zumindest, wenn ich selbst mittrinke. Denn während die anderen durch den Konsum von Alkohol immer lauter und überdrehter wurden, wurde ihr Verhalten für mich im nüchternen Zustand immer anstrengender.
Was mich allerdings am meisten genervt hat, waren die ganzen Sprüche, die ich mir ständig anhören musste: „Warum trinkst du nichts?“, „Ein Glas geht schon!“ oder „Du kannst auch ein kleines Bier haben.“ Ein „Nein“ wurde nicht immer sofort akzeptiert. Stattdessen musste ich mich dauernd rechtfertigen, warum ich keinen Alkohol trinken möchte. Mit meinem Verzicht galt ich deshalb sogar ab und zu als Spielverderberin. Und selbst, wenn ich erklärt habe, dass ich das Alkoholfasten gerade nur teste, wurde mir dafür manchmal wenig Verständnis entgegen gebracht. Irgendwann ging das bei mir nur noch zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.
Nichtsdestotrotz habe ich bereits nach ein, zwei Wochen gemerkt, wie sich der Alkoholverzicht in meinem Alltag bemerkbar macht. Und zwar im positiven Sinne!