Jeden Monat buhlen neue Produkte auf dem hart umkämpften Lifestyle-Markt um unsere Aufmerksamkeit. Damit euch die Kaufentscheidung leichter fällt, testen wir vorab spannende Neuheiten und berichten von unseren Erfahrungen.
Handy-Fasten leicht(er) gemacht
Redakteurin Susanne hat sich selbst auf Entzug gesetzt. Klappt das mit der Zenbox?
© PR
Produkt: Zenbox
Preis: 49,99 Euro
Nutzen: Bildschirmzeit verringern, indem man seine Zeitfresser-Apps blockiert und in einen anderen Raum gehen muss, um sie wieder zu aktivieren. Dadurch soll der Automatismus unterbrochen werden, unbewusst nach dem Handy zu greifen und sich dem Scrollen hinzugeben.
Anwendung: Die Zenbox kommt aus einem 3-D-Drucker in Stuttgart, ist klein, rund und magnetisch. Ich fixiere sie an meinen Kühlschrank, lade die kostenlose Zenbox-App auf mein Handy und gebe dort ein, welche Apps mich nicht mehr ablenken sollen (Instagram!). Dann halte ich die Rückseite meines Smartphones einen Moment lang an die Box an meinem Kühlschrank. Wenn ich nun auf Insta klicke, erscheint ein blauer Screen mit der Ansage: “Ablenkung durch Zenbox gesperrt.” Leichte Panik macht sich in mir breit.
Ich gehe ins Wohnzimmer, um ungestört von Social Media mein Buch zu lesen. Wenn ich Insta wieder nutzen will, muss ich aufstehen, in die Küche gehen und mein Handy an die Zenbox halten, um die App zu aktivieren. Entspannt bin ich nicht, denn die Sorge, dass die App sich womöglich nie mehr öffnen lässt, beunruhigt mich.
Fazit: Zenbox ist ein physischer Schlüssel zu weniger Ablenkung – dasselbe Prinzip wie bei Süßigkeiten, die man vor sich selbst im Schrank versteckt, um nicht dauernd zuzugreifen. Nach ein paar Versuchen vertraue ich darauf, dass die App sich wieder entsperren lässt, und die Entwöhnung klappt immer besser. Trotzdem fühle ich mich lange wie auf Entzug, weil ich beim Lesen oder Arbeiten zwischendurch nicht mehr durch meine Lieblings-App scrollen kann. Doch abgesehen von ein paar Ausreißern wird meine wöchentliche Bildschirmzeit tatsächlich immer kürzer. Yey!
Kokos statt Hafer
© PR
Produkt: Pflanzliche Milch KOKOS Barista von Mølk
Preis: 1,99 Euro der Liter
Nutzen: Die neue Kokos Edition von Mølk ist eine pflanzliche Alternative zu Kuhmilch und geschmacklich jenseits von Hafer und Soja. Und das ganz ohne Zucker.
Anwendung: Im Kaffee lecker aufgeschäumt, im Müsli oder pur genießen.
Fazit: Wer Kokos mag, kommt geschmacklich bei dieser Milchalternative voll auf seine Kosten. Die Konsistenz ist mir persönlich etwas zu wässrig, aber überraschenderweise lässt sich das Produkt trotzdem prima aufschäumen. Für alle, die mal eine Abwechslung von Hafer und Co. brauchen, ist die pflanzliche Milch KOKOS Barista von Mølk absolut zu empfehlen.
Spaßgetränk mit Benefits
Redakteurin Eva hat das neue Gerolsteiner Flow getestet.
© PR
Produkt: Gerolsteiner FLOW
Preis: circa 1,50 Euro
Nutzen: Ballaststoffreiche Getränke mit Calcium zur Unterstützung der Verdauung. Eine 500 ml-Portion Gerolsteiner FLOW soll ungefähr 30 Prozent des Tagesbedarfs an Ballaststoffen und 15 Prozent des täglichen Bedarfs an Calcium abdecken.
Anwendung: Aufschrauben und trinken.
Fazit: Das Getränk gibt es in den Geschmacksrichtungen Limette & Ingwer, Orange & Mandarine, Pfirsich & Granatapfel, die mich allesamt überzeugt haben. Die Erfrischungsgetränke sind weder zu süß, noch schmecken sie künstlich, weil sie ohne den Einsatz von Süßstoffen auskommen, perfekt für den Sommer.
Endlich hormonfrei
Sicher und hormonfrei verhüten und den eigenen Zyklus besser verstehen. Wie überzeugt ist Redakteurin Janine von trackle?
© PR
Produkt: trackle Zykluscomputer
Preis: ca. 269,00 Euro
Nutzen: Mit dem trackle Zykluscomputer können Frauen hormonfrei verhüten oder bei Kinderwunsch die fruchtbaren Tage bestimmen.
Anwendung: Der kleine Sensor wird nachts vaginal getragen und misst die Körperkerntemperatur. Morgens entfernen, kurz reinigen und zurück in die Box stellen, wo die Daten übertragen werden. In der App können zusätzliche Daten eingetragen werden. Wichtig für die Auswertung des Zyklus sind Angaben zum Zervixschleim sowie die gemessene Temperatur.
Fazit: Ich habe schon lange keine Lust mehr auf hormonelle Verhütungsmittel, aber die Alternativen haben mich auch nicht vollständig überzeugt. Bei meinem Favoriten, der Natürlichen Familienplanung (NPF), hätte ich jeden Morgen meine Temperatur messen und den Verlauf selbst auswerten müssen – das war mir zu unsicher. trackle übernimmt die Auswertung, misst nachts automatisch, hat sofort Infos zum Zyklus für mich und gibt auch Prognosen zum Eisprung. Überzeugt hat mich vor allem, dass trackle offiziell zur Empfängnisverhütung zugelassen und die Methode (Pearl Index von 0,4) sehr sicher ist. Die einzige Herausforderung für mich: Ich bin ziemlich faul. Den Sensor, den ich übrigens beim Tragen nicht weiter spüre, jeden Abend einzusetzen, verlangt mir einiges an Disziplin ab. Das wäre mit täglicher Pilleneinnahme aber nicht anders und ich liebe es – von der hormonfreien Verhütung mal ganz abgesehen – meinen Zyklus so gut kennenzulernen wie noch nie.
Rangeklippt statt reingesteckt
On-Ear-Kopfhörer, die halten? Julia hat die LinkBuds Clip ausprobiert.
© PR
Produkt: Sony LinkBuds Clip Open-Ear-Kopfhörer
Preis: 170 Euro
Nutzen: Es gibt Situationen, da möchte ich Musik hören, aber unbedingt noch mitbekommen, was um mich herum passiert. Deshalb war ich besonders gespannt auf die Link Buds Clip, die nicht im Ohr getragen, sondern außen ans Ohr geclippt werden.
Anwendung: Aufladen, anlegen, mit dem Smartphone verbinden und loshören.
Fazit: Ich wollte schon länger Kopfhörer testen, die mich nicht komplett von der Welt abschirmen. In bestimmten Situationen, beispielsweise im Straßenverkehr, möchte ich mitbekommen, was um mich herum passiert. Das erste Anlegen der Link Buds Clip war etwas ungewohnt und auch nach mehrmaligem Nutzen, ist es nicht so intuitiv, wie mit meinen sonstigen Kopfhörern, aber sitzen sie einmal, halten sie auch beim Joggen oder im Gym. Obwohl ich den Tragekomfort zuerst gut finde, drücken sie bei mir leider nach längere Zeit etwas. Überzeugt hat mich neben der langen Akkulaufzeit aber die Tonqualität beim Telefonieren. Beim Musikhören gibt es jedoch Abstriche. Im tieferen Tonbereich fehlt es etwas an Power. Auch in lauter Umgebung kommen die Clips an ihre Grenzen, was die Maximallautstärke angeht. Was ich allerdings als sehr unangenehm empfinde: Man kann zum Teil mithören, was ich höre. Um das zu vermeiden, gibt es drei Hörmodi: Standard für den Alltag, Voice Boost für laute Orte oder Sound Leakage Reduction für leise Orte. Allerdings finde ich, dass der Sound darunter etwas leidet, sodass ich meist den Standardmodus nutze und für leise Umgebungen andere Kopfhörer zum Einsatz kommen.